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Konzept · Wirtschaftlichkeit

Deckungsbeitrag

Der wirtschaftliche Beitrag je Bestellung: Was von einer Bestellung übrig bleibt, wenn auch die Retoure ehrlich eingepreist ist – der Posten, an dem die meisten Kalkulationen zu optimistisch werden.

Konzept

Umsatz minus variable Kosten

Deckungsbeitrag ist, was nach Abzug der variablen Kosten je Abschluss übrigbleibt: je nach Geschäftsmodell Wareneinsatz und Versand, laufende Bereitstellungs- und Zustellkosten oder die direkt zurechenbare Arbeitszeit, dazu Zahlungsgebühren und gegebenenfalls Provisionen. Werbekosten gehören ausdrücklich nicht dazu: Der Deckungsbeitrag steht am Anfang der Kette, je Conversion und vor allen Mediakosten. Die gehen erst eine Stufe später ab, bei der Wertschöpfung.

Er ist selten eine einzige Zahl: Je Produktgruppe, Tarif, Leistungsart oder Kundengruppe fällt er unterschiedlich aus, im Handel oft sogar je Einzelbestellung. Genau das rechtfertigt Werte je Position statt eines Durchschnitts über alles.

PositionWoher die Zahl kommtBeispiel
Umsatz je Bestellunggemessen im Shopsystem, Durchschnitt über Ihr Sortiment120 €
− WareneinsatzEinkaufskosten der verkauften Artikel, aus Ihrer Warenwirtschaft48 €
− Versand und Verpackungfällt je Bestellung an11 €
− Zahlungsgebühren, ggf. Marktplatz-Provisionenje nach Zahlungsweg; auf Marktplätzen kommt die Kanal-Provision dazu7 €
− erwartete RetoureRetourenquote je Warengruppe, bewertet mit entgangenem Deckungsbeitrag, Rückversand und Bearbeitung12 €
= Deckungsbeitragdie Basis, aus der der KPI-Wert je Bestellung entsteht42 €

Fiktives Rechenbeispiel, in derselben Beispielwelt wie die E-Commerce-Rechner: 120 € Umsatz je Bestellung, 35 % Deckungsbeitrags-Quote. Die Aufteilung der 78 € variablen Kosten ist frei gewählt und keine Benchmark. Je Warengruppe fällt sie sehr unterschiedlich aus, oft innerhalb eines einzigen Warenkorbs – genau deshalb rechnen wir bei Mischwarenkörben je Position. Nicht enthalten sind Mediakosten und unser Honorar: Die gehen erst eine Stufe später ab, bei der Wertschöpfung.

In der Praxis bei Jurodo

Wie wir DB-Werte modellieren

Warum die Retouren-Zeile in der Tabelle steht: Wer den Deckungsbeitrag vor Retouren ansetzt, überschätzt jeden Artikel mit hoher Retourenquote systematisch – und kauft in der Steuerung genau dort am aggressivsten ein, wo am wenigsten hängen bleibt.

Wir holen die Marge je Warengruppe aus Ihrem Controlling und schichten die Kosten dazu, die im Shop-Tracking nicht auftauchen: offline gewährte Rabatte und Zahlungsausfälle.

Weil der Deckungsbeitrag stark je Artikel und Warengruppe variiert, oft innerhalb eines einzigen Warenkorbs, rechnen wir bei Mischwarenkörben je Position einen eigenen Sub-KPI-Wert und summieren auf Korb-Ebene, statt einen Durchschnitt über das Sortiment zu legen.

Die Stufe danach

Wo der Deckungsbeitrag in der Monatsrechnung steht

Der Deckungsbeitrag steht am Anfang der Kette: je Conversion, vor allen Mediakosten. Erst seine Summe über alle Abschlüsse eines Monats ergibt den Gesamtwert, von dem die Monatsrechnung dann Mediakosten, Honorar und Rohertrag abschichtet.

Gesamtwert (150 Conversions × 42 € Deckungsbeitrag)
6.300 €
abzüglich Mediakosten
4.800 €
ergibt Wertschöpfung
1.500 €
davon unser Honorar
750 €
davon Ihr Rohertrag
750 €
Beispielhafte Darstellung mit fiktiven Daten: dieselbe Beispielwelt wie die E-Commerce-Rechner: 120 € Umsatz je Bestellung bei 35 % Deckungsbeitrags-Quote, also 42 € je Bestellung. Das Basis-Honorar beträgt 50 % der Wertschöpfung, also des Gesamtwerts nach Abzug der Mediakosten; deshalb sind Honorar und Rohertrag hier exakt gleich breit. Eine Volumenstufe greift erst ab 5.000 € monatlichem Mediaspend, in diesem Beispiel also nicht; der Treuerabatt nach zwölf vollen Vertragsmonaten senkt das Honorar weiter, sodass Ihnen dann mehr als die Hälfte der Wertschöpfung bleibt. Diesen Schritt rechnen die Tabellen auf den Seiten zu Rohertrag und Gesamtwert weiter.

Das große Ganze

Vom einzelnen Begriff zum großen Ganzen: die Jurodo-Methoden dahinter, die strategischen Herausforderungen, auf die dieser Begriff einzahlt, und die konkreten Fragen, in denen er auftaucht.

Vom Begriff zur Rechnung

Rechnen wir es an Ihren Zahlen durch.

Ob das in Ihrem Konto wirtschaftlich ist, entscheiden Marge, Datenlage und Marktnachfrage, nicht die Definition. Die Match-Checkliste sagt Ihnen in sechs Fragen, wo Sie stehen.